Wichtige Fragen und Anworten

Sie suchen nach schnellen Antworten ohne intensives Studium aller Inhalte der Web-Seite? Wir haben für Sie in Kürze Antworten zu folgenden wichtigen Fragen zusammengestellt:

Was ist die Aufgabe des Bundesverbandes?

Der Bundesverband Bunter Kreis e.V. organisiert, informiert, fördert und vernetzt bundesweite Nachsorge-Zentren, die alle einheitlich nach dem Modell Bunter Kreis arbeiten. Wir garantieren Qualität, Bestand und Weiterentwicklung dieser Einrichtungen und bringen die Nachsorge in Deutschland durch Netzwerkarbeit und gezielte Verhandlungen voran.

Was zeichnet den Bundesverband aus?

Es gibt kein vergleichbares Netzwerk von Nachsorge-Einrichtungen in Deutschland. Als Bundesverband arbeiten wir auf zwei Ebenen:
  • Auf regionaler Ebene unterstützen wir die einzelnen Nachsorge-Einrichtungen sich in ihrem Versorgungsnetzwerk zu etablieren, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Kinderkliniken und deren Stationen.
  • Auf der Bundesebene entwickeln und verbessern wir die sozialrechtlichen und wissenschaftlichen Grundlagen der Nachsorge und vernetzen uns mit Dachverbänden und Fachgesellschaften.

Welche Ziele hat der Verband?

Ziel unserer Arbeit ist es, möglichst viele Nachsorge-Einrichtungen dauerhaft zu etablieren, damit diese Früh- und Neugeborene, chronisch kranke Kinder und deren Familien bestmöglich bei der Bewältigung ihrer Krankheit unterstützen können. Dafür wollen wir eine bundesweit flächendeckende Nachsorge etablieren.  Wir verfolgen fünf übergeordnete Ziele:
  1. Erhöhung der Nachsorge-Kapazität,
  2. Flächendeckende Nachsorge,
  3. Nachhaltigkeit durch dauerhaft etablierte Nachsorgeeinrichtungen,
  4. Qualitätssicherung und Entwicklung der Nachsorge,
Weiterentwicklung der Angebote und Leistungen.

Wie entstand die Idee Bunter Kreis?

Anfang der 90-er Jahre wurde mit der Idee „Bunter Kreis“ in Augsburg ein wegweisendes Projekt ins Leben gerufen. Betroffene Eltern, Mitarbeiter der Kinderklinik Augsburg und die Klinikseelsorge gründen den ersten Bunten Kreis. Ziel: Die Nachbetreuung nach der stationären Behandlung von Frühgeborenen, krebs-, chronisch und schwerstkranken Kindern und Jugendlichen zu Hause, damit die Kinder früher entlassen werden. Die bestehenden Versorger im Sozial- und Gesundheitswesen wurden erfolgreich mit Hilfe des interdisziplinären Teams vernetzt. Durch die Hausbesuche wurde die Therapie im Alltag sichergestellt. Erste Spenden wurden gesammelt, die erste Familie wurde 1992 finanziell unterstützt.
Aus der Initiative betroffener Eltern und Mitarbeiter hat sich mittlerweile ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk aus mehr als 80 Nachsorge-Einrichtungen entwickelt.

Wie hilft Sozialmedizinische Nachsorge konkret?

Den ersten Kontakt mit den betroffenen Eltern nehmen die Mitarbeiter/innen der Nachsorge-Einrichtungen schon in der Klinik auf. Sie können die Entlassung mit unterstützen und bereiten den Beginn der ambulanten Nachsorge vor. Nach der Entlassung begleiten sie die Familie nach Hause, wo sie unterstützen, koordinieren, vernetzen, beraten, trösten und die Eltern bei der Pflege ihrer Kinder anleiten.
Wichtig für die Zusammenarbeit ist ein Vertrauensverhältnis, das nur mit viel Zeit entsteht. Nur dann wird zum Beispiel eine betroffene Mutter über Ängste und Bedürfnisse sprechen und nur dann kann der/die Nachsorge-Mitarbeiter/in die richtige Hilfe anbieten oder vermitteln.

Welche Ziele hat die Nachsorge?

Ziele der Nachsorge sind unter anderem:
- Sicherung und Verbesserung des Behandlungserfolgs
- Verkürzung, ggf. Vermeidung von stationären Aufenthalten
- Integration der Krankheit im Alltag
- Entlastung der Eltern durch Zuhören
- Förderung der Selbstständigkeit
- Abbau von Ängsten, Schuld und Versagensgefühlen
- Krisenmanagement
- Koordination mit dem Kinderarzt
- Kooperation mit Kinderklinik, z.B. bei Wiederaufnahmen
- Vernetzung zu Apotheken, Geräteherstellern, Physiotherapien, Krankenkassen, allen Helfern im Sozial- und Gesundheitswesen

Wie viele Einrichtungen hat der Bundesverband aktuell?

Mitglied im Bundesverband Bunter Kreis e.V. sind (Stand November 2014) 82  sozialmedizinische Nachsorge-Einrichtungen in ganz Deutschland und eine Einrichtung in Österreich (Salzburg).

Wie hoch ist der Bedarf an Nachsorge?

Jedes Jahr sind über 40.000 Familien in Deutschland mit einer Situation konfrontiert, die Nachsorge notwendig macht.  

Was kostet Nachsorge?

Aktuell können in Deutschland nur 10 bis 15 Prozent der kranken Kinder und Jugendlichen in Nachsorge-Zentren versorgt werden. Bei rund 40.000 Fällen also ca. 4.000 bis 6.000 Kinder. Wir möchten, dass bis 2018 jedes zweite Kind und seine Familie mit sozialmedizinischer Nachsorge betreut wird (20.000 Fälle). Um dies zu erreichen, sind anstelle der aktuell ca. 82 bestehenden Einrichtungen deutschlandweit 120 Nachsorge-Einrichtungen notwendig, die im Schnitt 180 Kinder im Jahr versorgen können.

Ist die Nachsorge eine Regelleistung?

Die Nachsorge ist für die Familien kostenlos. Die Nachsorge-Einrichtungen finanzieren ihre Leistungen über die gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)  und öffentliche Zuschüsse, Fördermittel, Spenden und Sponsorengelder.
Lesen Sie die FAQ's auf einen Blick.